Dein Schreibfluss und zu hohe Ansprüche

Beim regelmäßigen Schreiben mit Spaß und Leichtigkeit geht es vor allem darum, sich von vielen Dingen zu befreien und dafür zu sorgen, nicht aus dem Schreibfluss zu kommen. Dies gilt sowohl für den Einstieg ins Schreiben als auch für die Schreibzeit, die du zur Verfügung hast.



Natürlich kannst du alles vorher genau durchplanen und dir viele Gedanken zu dem Für und Wider der jeweiligen Szene machen. Du kannst auch viel Zeit für perfekte Ideen einplanen und alles ganz genau ausarbeiten. Dies nimmt aber sehr viel Zeit ein und erfordert sehr viel Disziplin. Solltest du viel Zeit haben, die du mit einer guten Disziplin verbinden kannst, dann kann das der richtige Weg für dich sein. Das komplette Durchplanen einer Geschichte kann dir aber unter Umständen auch die treibende Kraft zum Schreiben nehmen. Die Kraft, die dir vielleicht fehlt, um dich erneut dranzusetzen und alles runterzuschreiben, weil du bereits alles einmal notiert hast und du das Interesse verlierst, dich erneut damit zu beschäftigen.


Mehr Energie, wenn du vorher nicht alles durchgeplant hast.

Stattdessen, kann es dir sehr viel Energie geben, wenn du vorher nicht alles durchgeplant hast. Eine Energie, die du super nutzen kannst, um mit dem Schreiben so richtig durchzustarten – auf deine ganz eigene Art und in deinem eigenen Tempo. Mit ganz viel Leidenschaft und Spaß! Es kann nämlich sein, dass es dir viel besser liegt zu schreiben, wenn du noch nicht alle Details deiner Geschichte kennst. In diesem Fall bleibt die Geschichte auch weiterhin für dich spannend und dir kommen Ideen, die du bei ausführlicher vorhergehender Planung vielleicht nie gehabt hättest.


Solltest du das Problem haben, nie regelmäßig zu schreiben und so eigentlich nie wirklich voranzukommen, dann solltest du es erst mit einem leichten Einstieg in die Schreibwelt versuchen. Werfe deine früheren Überlegungen zum Schreiben über Bord und lass dich vom Schreiben selbst leiten. Probiere es einfach aus, dich von deinen bisherigen Glaubenssätzen und Erwartungen an dich selbst zu lösen! Eine grobe Ahnung von dem, was du schreiben möchtest, kann vollkommen ausreichen, um dich an dein Notebook zu setzen und in dein Abenteuer abzutauchen.


Lasse zu, bewusst nicht perfekt zu schreiben

Du musst es nur zulassen, bewusst nicht perfekt zu schreiben. Das soll nicht bedeuten, dass du von vornherein etwas Schlechtes schreiben sollst. Es soll bedeuten, dass du dich von deinen Gefühlen beim Schreiben leiten lässt und alles vermeidest, was dich dabei stören könnte. Fang einfach an zu schreiben und der Rest entwickelt sich von selbst. Vertraue dir selbst und vertraue darauf, dass die Ideen kommen, wenn es soweit ist. Dies soll dich aber auf keinen Fall davon abhalten loszuschreiben.


Du kannst trotzdem hohe Ansprüche an deine Texte haben, aber auf diese Weise stehen sie dir nicht im Weg. Schreibe bewusst nicht originell und schreibe ruhig auch Dinge auf, die dir bekannt oder wie ein Klischee vorkommen. Diese Dinge bieten dir zunächst die Grundlage dafür weiterzuschreiben. Selbst, wenn du deine Schreibzeit unterbrichst und dich die nächsten Wochen damit beschäftigst, etwas Originelles zu entwickeln, kann es aber trotzdem sein, dass dir in diesem Stadium deiner #Geschichte nichts Besseres einfällt. In diesem Fall hättest du wertvolle Zeit verschwendet. Dabei macht es so viel #Spaß, sich vom Schreibprozess selbst überraschen zu lassen!


Du beraubst dich zweier Dinge, wenn du ständig stoppst, um nach der Perfektion zu suchen: Zum einen unterbrichst du das Schreiben und verlierst den Anschluss daran, regelmäßig zu schreiben. Zum anderen nimmst du dir den Spaß daran, herauszufinden wie wundervoll dein Unterbewusstsein arbeiten kann, wenn du erst einmal eine Routine aufgebaut hast. Durch das regelmäßige #Schreiben wird sich dein Unterbewusstsein automatisch mit deiner Geschichte beschäftigen, die Lücken füllen und originelle Ideen für deine Platzhalter finden. Außerdem kannst du viele großartige Ideen in früheren Textabschnitten einbauen, wenn du weißt, was weiter hinten in deinem Buch passieren soll. Mit leeren Seiten geht das nicht. Grundsätzlich gilt immer, dass es besser ist zu schreiben, als wieder wochenlang nicht zu schreiben, ungeachtet dessen, ob du deinen Ansprüchen oder den Ansprüchen anderer gerecht wirst. Hast du nämlich erst einmal deine leeren Blätter gefüllt, erhältst du etwas, womit du arbeiten kannst und womit du deine Geschichte wachsen lassen kannst. Generiere deinen Schreibfluss und hab so viel Spaß wie möglich!